Claudia Neumaier 

Aromapraxis - Destillation - Astrologie - Reisegeschichten

Franz Christian Paullinis "Heylsame Dreckapotheke"



Der Arzt Frantz Christian Paullini (1643-1712) verfolgte mit seiner Sammlung von etwa 800 Rezepten der Heilsamen Dreckapotheke eine heute merkwürdig anmutende Strategie. Er war der Meinung, daß damit sich auch der Ärmste selbst kurieren könne.

Der Dreck läge auf der Straße, und wer sich keinen Arzt leisten könne (und das waren die meisten), der könne sich damit einigermaßen behelfen.

Die Rezepte schrecken vor nichts zurück, sei es Knabenharn oder Hunde- und Menschenkoth. - Entscheidend ist, was hinten raus kommt. - "Wir sind alle nur Staub, Unrat und Koth, aus Erde geworden, zu Erde geworden."

Keine Krankheit, die damit nicht kuriert werden könne, von der Beulenpest bis zur Diphterie erstrecken sich die Indikationen. Vom feuchten Umschlag bis zur komplizierten Veraschung reichen die Anwendungen.

Damit ist das Buch eine kulturgeschichtliche Fundgrube und steht dabei mit beiden Beinen fest im alchemistischen Wissen.

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